Die Psychologie hinter den Plattformen

Ein Comedian trifft mit seinem Gag den Nagel auf den Kopf, eine Nachrichtenseite postet einen informativen Beitrag oder ein Freund postet ein schönes Urlaubsfoto: Auf den sozialen Medien vergeben wir täglich mehrere Likes aus Gründen wie diesen. Dafür verantwortlich sind viele verschiedene Prozesse, die unterbewusst ablaufen und uns zu unserem Handeln motivieren. Ein Blick auf die Psychologie hinter den sozialen Medien.

Simpel und naheliegend: Der Post spricht uns an
Der offensichtlichste Grund zuerst: Manche Inhalte treffen einfach genau unseren Geschmack, weshalb wir sie mit einem Like belohnen. Damit senden wir ein Signal an den Creator, dass wir Gefallen an solchen Posts gefunden haben und möchten ihn zu weiteren ähnlichen Inhalten motivieren. Wenn dieser Umstand auch noch gegeben ist, wird aus dem Like sogar ein Follow, was wiederum den Algorithmus ins Spiel bringt, der uns fortlaufend mit vergleichbarem Content versorgt.

Das müssen dann nicht unbedingt nur Inhalte des gleichen Absenders sein. Als Sportfans bekommen wir beispielsweise noch weitere Inhalte rund um Sport angezeigt und erhalten somit immer wieder einen neuen Grund, die Plattformen regelmäßig zu besuchen. Dadurch sind Likes oder Follows ein Mittel, um uns noch stärker an die sozialen Medien zu binden.

Anderen einen Gefallen tun: ein Geben und Nehmen
Als empathische Wesen sind wir Menschen grundsätzlich um ein harmonisches Zusammenleben bemüht. Okay, die sozialen Medien haben in dieser Hinsicht sicherlich auch ihre Schattenseiten und stehen hin und wieder zurecht in der Kritik. Zumindest Freunden gegenüber wollen wir uns trotzdem von der besten Seite zeigen. Social Media ist in dieser Hinsicht nicht anders, als wenn wir einem Freund einen Gefallen in der realen Welt machen.

Ein Beispiel: Wenn uns jemand ein Getränk auf einer Feier ausgibt, besteht das Bedürfnis, sich irgendwann zu revanchieren. Genauso geht es auf Instagram oder Facebook zu, nur ist das Getränk hier das Äquivalent zum Like. Im Klartext: Wenn jemand unser Bild likt, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass wir uns revanchieren und den nächsten Post des Freundes ebenfalls liken.

Belohnung für andere – und für uns selbst
Durch die steigende Popularität von Plattformen wie Instagram oder YouTube stecken viele Menschen eine Menge Arbeit in ihre Posts. Jeden Tag werden zahlreiche aufwendig produzierte Bilder und Videos hochgeladen, für die Likes und Follows die Währung schlechthin sind. Content Creator erwarten somit gewissermaßen eine Bezahlung für ihre Mühen – und wir kommen dieser Erwartung bewusst oder unbewusst nach. Dieses Prinzip lässt sich mit einem Straßenmusiker in der Fußgängerzone und dessen eigentlich freiwilliger Bezahlung vergleichen.

So spüren wir das Bedürfnis des Künstlers nach Anerkennung und geben dem Drang schließlich oft nach. Somit handelt es sich nicht nur um eine Belohnung für den Creator, sondern auch für uns selbst. Immerhin geben uns solche positiven Handlungen ein besseres Gefühl, was mit der Ausschüttung von Glückshormonen einhergeht. Daran wird klar, dass das Vergeben von Likes eine befriedigende Tätigkeit ist, mit der wir uns stillschweigend einem gesellschaftlichen Kodex hingeben.

Keine Immunität gegen die Macht der Masse
Die meisten Menschen werden intuitiv zwar etwas anderes behaupten, aber dennoch lassen wir uns stark von anderen beeinflussen. Das macht sich besonders daran bemerkbar, dass Posts mit hohen Likezahlen noch häufiger weitere Likes erhalten. Ein Umstand, den sich Creator mithilfe von http://freewaysocial.com/de/zunutze machen können. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass weitere Nutzer auf den Like-Button klicken, erheblich und verleiht dem Kanal eine größere Reichweite. Gerade junge Kanäle wählen diese Strategie daher häufiger, um sich eine Grundlage aufzubauen, auf der dann weitere Follower den Weg zum geschaffenen Content finden.

Engere Bindungen und der Einfluss der Community
Mit Likes verfolgen wir aktiv oder indirekt aber auch noch andere Absichten. Jede Interaktion mit dem Creator ist ein Stück weit ein Versuch zur persönlichen Kontaktaufnahme, die über das Medium hinausgeht. Speziell zur Anfangszeit herrscht noch ein engerer Kontakt zwischen dem Publikum und dem Creator, der mitunter Vorteile haben kann. Wenn ein Kanal durch Seiten wie http://edenboost.de/ langsam wächst, erinnern sich die Gründer auch mit steigender Zahl von Likes und Followern daran, wer sie zuerst unterstützt hat. Plattformen wie Twitch belohnen das durch eigens dafür geschaffene Gründerbadges, die sofort signalisieren, dass eine Person bereits von Anfang an mit dabei war.

Wir verbinden mit dem Liken also auch das Ziel, selbst einen Teil zum Erfolg einer Seite beizutragen und positive Rückmeldungen zu erhalten. Denn Hand aufs Herz: Wer hat nicht schon einmal einen Kommentar auf Instagram, YouTube oder Facebook hinterlassen und gehofft, dass er mit möglichst vielen Likes belohnt wird? Mechanismen wie diese bringen uns dazu, immer wieder auf den Like-Button zu drücken, obwohl es eigentlich gar nicht nötig wäre.

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