Wer war eigentlich dieser Ulrich?

In der neuen Sonderausstellung im Diözesanmuseum St. Afra erfahrt ihr vom 05. April bis 14. Juli alles über den Augsburger Heiligen

Das Diözesanmuseum St. Afra präsentiert ab morgen, den 05. April mit "ULRICH – genial sozial loyal memorial" eine Ausstellung zum dreifachen Jubiläum des heiligen Bischofs Ulrich von Augsburg: seine Bischofsweihe 923, sein Tod 973 und seine Heiligsprechung 993. Diese einzigartige kunst- und kulturhistorische Schau wirft einen Blick auf Ulrichs Leben und hinterfragt, was den adeligen Bischof vor rund 1.100 Jahren so besonders macht und beleuchtet dabei auch weniger bekannte Facetten seiner Persönlichkeit.

Ausgehend von der Lebensgeschichte Ulrichs (890-973), die sein Mitarbeiter und Vertrauter, Dompropst Gerhard, aufgezeichnet hat, skizziert die Ausstellung Ulrichs genialen Lebensweg: Dabei kommt seine Ausbildung an der Eliteschule in St. Gallen genauso zur Sprache wie die Art der Ausübung seiner Leitungsaufgaben und die sehr menschlichen Umstände seines Alterns. Ein Blick wird auch auf Ulrichs Loyalitätsverständnis geworfen: Welche Netzwerke hatte er, zu wem stand er auch in schwierigen Zeiten? Ein weiterer Aspekt, der genauer unter die Lupe genommen wird, ist Ulrichs soziale Ader: Wie ging er mit der Hilfsbedürftigkeit der ihm anvertrauten Menschen um? Am Ende bleibt der Blick auf den Heiligen, denn es ist ja vor allem seine Memoria, die ihn zu dem gemacht hat, was wir uns heute noch über Ulrich erzählen.

Die Geschichte Ulrichs wird einerseits durch bedeutende Exponate wie Handschriften, Reliquien oder persönliche Gegenstände veranschaulicht. Andererseits ermöglichen interaktive Elemente wie Videospiele, Kostüme und nachgebaute Alltagsgegenstände in die Rolle des Bischofs zu schlüpfen und das mittelalterliche Augsburg zu erleben. Begleitet wird die Ausstellung zudem von wissenschaftlichen Vorträgen, einem spannenden Führungsangebot und einem Wandelkonzert. Spezielle Programme für Menschen mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen sowie Workshops und weitere interaktive Angebote für Kinder machen die Ausstellung für jedermann erlebbar.

Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Museum findet ihr unter www.museum-st-afra.de.

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