Augsburg ist bunt! Regenbogen-Bänke als Zeichen für Vielfalt

Klare Kante gegen Diskriminierung

▪ Im Wittelsbacher Park, im Gögginger Park und in Grünanlage am Roten Tor
▪ Christopher Street Day in Augsburg am 8. Juni
▪ Umweltreferent Reiner Erben: „Augsburg ist bunt!“

Der Juni wird vielerorts als „Pride Month“ gefeiert – als Monat, in dem die LGBTIQ+-Community stolz ihre vielfältigen Identitäten feiert und am Christopher Street Day, kurz CSD, für Respekt, Toleranz und Akzeptanz auf die Straße geht. Denn obwohl gesellschaftlich und rechtlich viele Fortschritte zur Gleichberechtigung passiert sind, werden nach wie vor viele Menschen, die lesbisch, schwul, bisexuell, transgeschlechtlich, intergeschlechtlich oder queer sind, wegen ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität diskriminiert oder angefeindet.

Stadt Augsburg setzt Zeichen
Umweltreferent Reiner Erben hat daher den CSD, der in Augsburg dieses Jahr am 8. Juni gefeiert wird, zum Anlass genommen und drei Bänke in Regenbogenfarben streichen lassen. Diese stehen in der Grünanlage im Wittelsbacher Park, im Gögginger Park sowie in der Grünanlage am Roten Tor.

„Mit dieser Aktion möchten wir als Stadt unsere Solidarität mit queeren Menschen verdeutlichen und gegen Gewalt und für Akzeptanz und Vielfalt plädieren! Die Bänke sollen buchstäblich und im übertragenen Sinne zeigen, wie bunt unsere Stadt ist“, so Reiner Erben.

Regenbogenflagge als Symbol für Vielfalt
Die Regenbogenflagge als Symbol für die queere Community geht auf den amerikanischen Künstler Gilbert Baker Ende der 1970er Jahre zurück, wobei die sechs Farben unterschiedliche Bedeutung haben: Rot steht für Leben, Orange für Gesundheit und Heilung, Gelb für Sonnenlicht und Freude, Grün für die Natur, Blau für Harmonie und Violett für Geist bzw. Spiritualität. Weniger bekannt ist eine neuere Version der Flagge, die sogenannte Progress-Flag, die auf der linken Seite keilförmig um weitere Farben ergänzt wurde, die für trans und inter Menschen stehen sowie für Persons of Colour und zudem für diejenigen, die aufgrund von HIV bzw. AIDS stigmatisiert werden bzw. daran gestorben sind.

Aktuelle Studie zeigt Bedarf
Laut der neuesten europäischen Online-Studie der EU-Grundrechteagentur (FRA) meidet beispielsweise jede fünfte befragte Person (21 Prozent) oft oder immer bestimmte Orte und Plätze aus Angst vor Gewalt, etwa ein Drittel (34 Prozent) versteckt ihre sexuelle Orientierung und/oder Geschlechtsidentität im Job oft oder immer, in der Schule ist es sogar die Hälfte (52 Prozent) der Befragten. Physische oder sexuelle Angriffe haben 16 Prozent erlebt, wobei dies nur selten
angezeigt oder gemeldet wurde (10 Prozent). Diese Zahlen zeigen, wie wichtig es ist für die Sichtbarkeit, Sicherheit und Toleranz aller Menschen in Augsburg einzustehen.

Bild: Regenbogenbank in der Grünanlage am Roten Tor neben Lummerland Spielplatz. Von links) Kulturreferent Jürgen Enninger und Umweltreferent Reiner Erben, mit Mitgliedern des Stadtrats und Vertretenden der Queeren Community sowie Heike Krebs, der Leiterin der Gleichstellungsstelle (zweite von rechts)

Bildnachweis: Ruth Plössel / Stadt Augsburg

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