Wie stehen die Chancen des FC Augsburg auf den Klassenerhalt?

Nach der langen Winterpause startete die Mannschaft von Enrico Maaßen durchwachsen in die Restsaison. Mit einer neuen Strategie wollen die Fuggerstädter in der Rückrunde nun dafür sorgen, dass der Klassenerhalt möglichst früh gesichert ist. Vor allem aufgrund vieler Transfers und turbulenten ersten Partien im Jahr 2023, ist beim FC Augsburg momentan eine Menge los.
Das Ziel ist allerdings noch dasselbe wie zu Saisonbeginn und heißt: Klassenerhalt! Die laufende Spielzeit verlangt dem FC Augsburg mal wieder alles ab. Die Leistungsdichte in der höchsten deutschen Spielklasse im Fußball ist hoch. So zeigt sich die Bundesliga bisher von der besten Seite. Ob an der Tabellenspitze oder im Tabellenkeller, überall geht es eng zu.
Dementsprechend attraktiv ist die deutsche Fußball-Bundesliga auch für Sportwetten. Hier locken viele neue Wettanbieter mit lukrativen Gewinnen. Am Ende der Saison möchte auch der FC Augsburg feiern können. Der Kampf um den Klassenerhalt ist erneut im vollen Gange.

Rückrundenstart für den FC Augsburg: schwankende Leistungen & gemischte Gefühle
Nach der langen WM-Pause erwischte der FC Augsburg einen wechselhaften Start. Um gestärkt aus der Winterpause zu kommen, nutzte der FCA die Zeit für ein Trainingslager in Spanien. Dort sollte sich optimal vorbereitet werden, um am Ende die Mission Klassenerhalt aus eigener Sicht erfolgreich zu gestalten. Doch auch im Trainingslager zeigten die Fuggerstädter schwankende Leistungen. So wurden gegen Liga-Konkurrent Union Berlin und Ferencvaros Budapest zum Teil empfindliche Niederlagen eingefahren. Einzig gegen den VfL Wolfsburg gewann die Mannschaft aus Augsburg und feierte den einzigen Sieg der Rückrunden-Vorbereitung. Doch das Training mit der bisherigen Mannschaft stellte nur einen Teil der Vorbereitung auf die Rückrunde dar.
Vielmehr investierte der Verein aus dem Süden Deutschlands insgesamt knapp fünf Millionen Euro in neue Spieler. Im Fokus stand die eigene Offensive. Schon in den ersten Partien nach der langen Winterpause war von der Wirkung der Neuverpflichtungen eine Menge zu sehen. Trotzdem zeigte sich, dass die Augsburger wohl bis Ende der Saison im Abstiegskampf stecken werden. Die guten Ansätze reichten zwar für den ersten Sieg im neuen Jahr, doch auch Niederlagen gegen Borussia Dortmund und den SC Freiburg mussten die Augsburger hinnehmen. Für die Restsaison gilt: mit neuer Offensiv-Power zum Klassenerhalt.

Kader des FC Augsburg im Check: Qualität für den Klassenerhalt?
Der FCA zeigte sich in der vergangenen Transferperiode durchaus umtriebig. Sowohl auf der Seite der Neuzugänge als auch bei den Abgängen hat sich jede Menge getan. Im Mittelpunkt stand die Verstärkung der bisher zu harmlosen eigenen Offensiv-Abteilung. So kam es in den vergangenen Wochen gleich mehrmals zur Meldung: Der FC Augsburg hat einen neuen Stürmer verpflichtet.

Fokus auf der FCA-Offensive
Angefangen hatte die Rochade im Augsburger Sturm bereits im vergangenen Sommer. Damals wechselten mit Ermedin Demirovic vom SC Freiburg und Mergim Berisha von Fenerbahce Istanbul bereits zwei neue Offensivkräfte an die Lech. Als Rekordtransfer kam im Winter 2021 bereits Ricardo Pepi vom FC Dallas. Der junge Amerikaner konnte allerdings nicht direkt überzeugen und verließ die Fuggerstädter vor Saisonbeginn leihweise zum FC Groningen.
In diesem Winter kamen gleich drei neue Angreifer. Mit Dion Beljo verpflichteten die Augsburger einen hochtalentierten Stürmer von NK Osijek. Den 20-jährigen Beljo ließen sich die Verantwortlichen stolze drei Millionen Euro kosten. Der kroatische U21-Nationalspieler konnte schnell überzeugen und gehörte bereits zur Stammaufstellung von Trainer Enrico Maaßen.
Außerdem kam Kelvin Yeboah per Leihe vom CFC Genua. Für den 22-jährigen Italiener besitzen die Fuggerstädter im Sommer eine Kaufoption. Der schnelle und technisch starke Offensivspieler zeigte in den ersten Joker-Einsätzen bereits vielversprechende Ansätze. Darüber hinaus kam mit dem Franzosen Irvin Cardona eine vermeintliche Sofortverstärkung von Stade Brest. Leider verletzte sich der 25-jährige Mittelstürmer gleich zu Beginn der Rückrunde.
Ablösefrei kam der 20-jährige Franzose Nathanael Mbuku von Stade Reims. Dem jungen Linksaußen wollen die Augsburger ausreichend Zeit zur Eingewöhnung geben. Doch die Hoffnungen in das französische Offensiv-Talent sind riesig. In der Vergangenheit lag der Fokus der Augsburger oft auf der eigenen Defensive. Mit beeindruckenden finanziellen Mitteln änderten die Verantwortlichen des FCAs die Marschrichtung und investierten speziell in die eigene Offensive.

Transferkarussell in Augsburg: Zu- und Abgänge im Winter
Doch auch andere Mannschaftsteile erhielten Verstärkung. Kurz vor Ende des Transferfensters schlugen die Augsburger ein weiteres Mal zu. Mit dem erst 19-jährigen Renato Veiga verpflichtete der FCA den Kapitän der portugiesischen U20-Nationalmannschaft. Der 1,90-Meter große, zentrale Mittelfeldspieler kommt zunächst per Leihe von Sporting Lissabon. Im Anschluss besitzt der FCA eine Kaufoption in Höhe von mehr als vier Millionen Euro. Veiga gilt als Wunschspieler von FCA-Trainer Enrico Maaßen. Die Scouting-Abteilung der Fuggerstädter beobachtete den jungen Abräumer lange. Nun ergab sich die Möglichkeit, den talentierten Portugiesen zu verpflichten. Renato Veiga kann sowohl im defensiven Mittelfeld als auch als Linksverteidiger auflaufen.
Fest für die linke Außenverteidigerposition eingeplant ist Neuzugang David Colina von Hajduk Split. Vom 22-jährigen Kroaten versprechen sich die Augsburger jede Menge. Für ihn investierte der bayerische Bundesliga-Club mehr als 600.000 EUR. Sofort helfen konnte der neue Mittelfeldspieler Arne Engels. Der junge Belgier kam im Winter von Club NXT für rund 100.000 EUR Ablöse. Bisher sieht alles danach aus, als hätte der FCA mit der Verpflichtung Engels einen echten Coup gelandet.
Auch auf der Abgabeseite hat sich beim FCA in den vergangenen Wochen einiges getan. So verließ Eigengewächs Raphael Framberger den Verein in Richtung Sandhausen. Beim Zweitligisten erhofft sich der 27-jährige Framberger mehr Spielpraxis. Den Ecuadorianer Carlos Gruezo zieht es deutlich weiter weg. Der zentrale Mittelfeldspieler wechselte zu den San Jose Earthquakes in die US-amerikanische MLS. Als Ablöse sollen mehr als 3,5 Millionen Euro geflossen sein. Darüber hinaus verließ Stürmer Florian Niederlechner den FC Augsburg. Zwar stand der Wechsel zu Hertha BSC bereits fest, doch ursprünglich war dieser erst zum kommenden Sommer geplant. Nun zog es den 32-jährigen deutschen Mittelstürmer doch mit sofortiger Wirkung in die Hauptstadt.

Fazit: Mit neuem Wind zum Klassenerhalt
Kein anderer Verein verpflichtete in der vergangenen Transferperiode mehr Spieler als der FC Augsburg. Damit gilt der Verein bereits als Einkaufsmeister im Winter. Jetzt geht es allerdings darum, den Schwung vom Transfermarkt auf den Rasen zu übertragen. Noch zeigt der FCA schwankende Leistungen. Schafft es Trainer Enrico Maaßen allerdings, die neuen Spieler sinnvoll in das eigene System einzugliedern, steht einem Klassenerhalt der Fuggerstädter nur wenig im Weg. In den kommenden Wochen warten noch zahlreiche wichtige Termine in Form von Bundesliga-Partien auf den FC Augsburg.

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