Young Classic Artists: Jung, authentisch und virtuos: Die Young Classic Artists mit „Eight Seasons“ in der Grundschule Nord
Die Young Classic Artists waren eben noch zu Gast in der Hamburger Elbphilharmonie. Jetzt lädt das Kammerensemble in Aichach ein zur faszinierenden Reise durch die musikalischen Welten von Antonio Vivaldi and Astor Piazzolla. Während Vivaldis Vier Jahreszeiten die Natur ungestört von modernem Zivilisationslärm in all ihrer Pracht einfängt, entführen Astor Piazzollas Cuatro Estaciones Porteñas direkt in das pulsierende Herz von Buenos Aires. In der Kombination entsteht mit diesen so unterschiedlichen musikalischen Jahreszeiten ein faszinierendes Konzert voller Kontraste und einzigartiger Klangerlebnisse.
Antonio Vivaldis weltberühmte „Vier Jahreszeiten“ entfalten Schönheit und Vielfalt der Natur in allen Facetten. Jede Jahreszeit wird durch einprägsame Klänge und Melodien zum Leben erweckt. Wie ein Künstler, der seine Leinwand mit strahlenden Farben gestaltet, erschafft Vivaldi mit seiner Musik Bilder von Frühling, Sommer, Herbst und Winter, die nicht nur Naturerscheinungen beschreiben, sondern das Wesen der Jahreszeiten zum Ausdruck bringen. Die „Cuatro Estaciones Porteñas“ von Astor Piazzolla sind eine faszinierende musikalische Reise in die Gefühlswelt des urbanen Lebens in Buenos Aires. Hier verschmelzen Melancholie, Leidenschaft, Sehnsucht und Intensität zu einer einzigartigen Klangsprache. Piazzolla entführt in die Straßen der argentinischen Hauptstadt, wo Bandoneon-Melodien die Luft erfüllen und Tango-Rhythmen die Herzen der Menschen bewegen. Dabei dringen die „Vier Jahreszeiten von Buenos Aires“ tief in Lebensgefühl und Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner ein. Von der Wehmut des Verlustes bis zur leidenschaftlich erblühenden Liebe, von der Melancholie der Einsamkeit bis zur Intensität des Begehrens - jede Note von Piazzollas Jahreszeiten erzählt von diesen spannenden Gegensätzen.
Das Ensemble Young Classic Artists ist ein junges und energiegeladenes Kammerensemble, für das Klassische Musik viel mehr als nur Töne bedeutet, nämlich Emotion, Leidenschaft und eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration. Vor allem aber ist Musik für das Ensemble ein kostbares Erbe, das die jungen Musiker mit großer Wertschätzung bewahren und weitertragen wollen. Ihre Vision ist es, die Zukunft der Klassischen Musik mitzugestalten und sie als Teil einer gewachsenen Tradition greifbar und erlebbar zu machen. Diese Tradition ist das Fundament ihres Spiels und Klangideals und der künstlerischen Haltung. „Wir wollen die zeitlose Kraft klassischer Musik auf die Bühne bringen, in einer Sprache, die unsere Generation versteht“. So fasst Ramon Boss, Cellist und Gründer der Young Classic Artists, den Antrieb für ihre Konzerte zusammen. „Wir wollen zeigen, wie lebendig, nah und authentisch Musik sein kann. Wir wollen nicht nur spielen, sondern das Publikum mitreißen, berühren und begeistern. Denn Klassische Musik ist kein Relikt der Vergangenheit. Sie ist lebendig, modern und voller Möglichkeiten.“
Zu den Solistinnen:
Jennifer Gheorghita (Solistin in Vivaldis Jahreszeiten) wurde 2005 in Bruck an der Mur (Österreich) geboren. Im Alter von fünf Jahren erhielt sie ihren ersten Violinunterricht und mit 10 Jahren wurde sie in die Hochbegabtenklasse der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz aufgenommen. Ihr Studium begann sie 2023 am Leopold-Mozart-College in Augsburg bei Prof. Petru Munteanu, das sie bei Baiba Skride fortsetzt.
Bereits seit ihrem zwölften Lebensjahr tritt Jennifer regelmäßig als Solistin auf. 2018 wurde sie als Debütantin in die Cziffra-Stiftung in Wien aufgenommen und wirkte beim Cziffra-Festival in Budapest mit. Seit 2019 ist sie Solistin der Imperial Philharmonics in Wien und wurde 2024 auch als Solistin beim Wiener Mozart Orchester engagiert. 2025 wurde Jennifer als Stipendiatin bei Live Music Now Augsburg aufgenommen. 2025 debütierte sie gemeinsam mit dem Ensemble Young Classic Artists als Solistin in der Berliner Philharmonie und ist seitdem festes Mitglied dieses Ensembles.
Jennifer ist Preisträgerin zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe. Beim Internationalen Violinwettbewerb Kloster Schöntal wurde ihr 2024 der Sonderpreis für die beste Interpretation der barocken Werke verliehen. Seit 2023 spielt Jennifer auf einer Violine von Ansaldo Poggi (1977), die ihr als Leihgabe von einer Familienstiftung aus London zur Verfügung gestellt wurde. Ergänzt wird ihr Instrumentarium seit 2024 durch einen Bogen von Joseph Arthur
Vigneron (1895), den ihr eine private Förderin aus Wien ermöglicht.
Petre Abraham Smeu (Solist bei Piazzolla) begann im Alter von vier Jahren Violine zu lernen. Er besuchte Meisterkurse bei international renommierten Musikern wie Marco Rizzi, Lev Chistyakov, Stephan Picard, Frank Peter Zimmermann, Alena Baeva, Tomasz Tomaszevski, Krzysztof Wegrzyn, Liviu Prunaru und Mihaela Martin.
Er gewann unter anderem erste Preise beim Königin-Sophie-Charlotte-Wettbewerb (Deutschland, 2023), beim New Hope Grand Prix (Rumänien, 2025) und beim Cidade de Vigo-Wettbewerb (Spanien, 2021) sowie den dritten Preis beim Kreutzer-Violinwettbewerb (Belgien, 2024). Im Alter von 12 Jahren gab er sein erstes Konzert als Solist. Zu seinen bisherigen Höhepunkten zählen Solokonzerte mit der Real Filharmonía de Galicia, Filarmonica Sibiu, Filarmonica Oradea, Filarmonica Oltenia Craiova, Filarmonica Dinu Lipatti Satu Mare.
Er studiert derzeit bei Baiba Skride am Leopold Mozart College of Music in Augsburg.
SA, 25. April 2026
19:30 Uhr
Grundschule Nord, Mozartstraße 1
Getränke zur Abendkasse und in der Pause durch den Förderverein der Grundschule Nord
Abendkasse 18:30 Uhr
Einlass ab 19:00 Uhr
Foto: Pascal Warner

